Frankfurt premiere: Der Standpunkt des Löwen

Afrika Kulturprojekte e.V. präsentiert – In Anwesenheit von Didier Awadi, 07.04.2012, 17 Uhr

Am Sonntag, 07. April 2012 um 17 Uhr lädt Afrika-Kulturprojekte e.V zur Frankfurtpremiere des Dokumentarfilms „Der Standpunkt des Löwen“ (OmU) in Anwesenheit von Regisseur und Hip Hop Star Didier Awadi. Wie das Rappen versteht Awadi auch das Filmemachen als einen Akt militanten Sprechens und fordert eine mentale und kulturelle afrikanische Revolution. Ergebnis ist ein dezidiert pan-afrikanischer, gewollt subjektiver und revolutionärer Dokumentarfilm, dessen Schlagkraft kaum zu wünschen übrig lässt.

„50 Jahre Unabhängigkeit. Man hat uns Glück und Wohlstand versprochen. Heutzutage steigen junge Afrikaner in einfache Holzboote, durchqueren die Wüste und das Meer in Richtung Eldorado.“ Warum? Was sind die tieferen Gründe? Und wie konnte es soweit kommen? Dies waren die Ausgangsfragen von Regisseur und Hip Hop Star Didier Awadi. Mehrere Jahre interviewte er Ex-Präsidenten und Minister, hohe UN-Beamten, Schriftsteller, Künstler, Historiker, Aktivisten und einfache Migranten und Flüchtlinge, 44 Personen, die die Situation ihres Kontinents analysieren – und dabei kein Blatt vor den Mund nehmen! Ergebnis ist ein dezidiert pan-afrikanischer, gewollt subjektiver und revolutionärer Dokumentarfilm, dessen Schlagkraft kaum zu wünschen übrig lässt.

Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit Didier Awadi statt.

„Filmtechnisch ist dies kein Spielberg oder Spike Lee. Unser Ziel ist es, eine pan-afrikanische Botschaft zu überbringen. Man erwarte keine naive Objektivität. Unsere Absicht ist rein subjektiv. Unser Vorhaben ist revolutionär. Wir stehen dazu.“ Didier Awadi
„Die afrikanische Politik wird von Außen bestimmt, nicht von den Afrikaner/innen selbst. Sie sollten ausdrücken dürfen was sie denken über die aktuelle Politik, die Kolonisation, die De-kolonisierung, die ausländischen Militärbasen auf ihrem Territorium, die immer noch benutzte koloniale Währung, die Migrationsfragen. Wir empfangen die ganze Welt bei uns, aber uns will man nirgends empfangen. Das ist eine Heuchelei, die man anprangern und gegen die man ankämpfen muss.“ Didier Awadi im Gespräch mit Olivier Barlet, Africultures.

Vor dem Hintergrund eines offenkundigen Rassismus sind die Debatten über die „illegale Migration“ und die damit einhergehende Sicherheitsfrage immer omnipräsenter im Westen, während die Afrikaner/innen, Hauptbetroffene dieser diskriminierenden Praxis, kaum reagieren. Didier Awadi, er, wollte nicht schweigen. afrik.com

Regisseur
Der 1969 in Dakar geborene Rapper, DJ und Musiker Didier Awadi gilt als einer der Pioniere der Hip Hop-Bewegung im Senegal und Westafrika. Nach seiner ersten Gruppe, Didier Awadi’s Syndicate, gründete er zusammen mit Amadou Barry, alias Doug-E-Tee, 1989 PBS (Positive Black Soul) und brachte 1994 das weltweit erfolgreiche Album Boul faalé heraus. In seinen drei Soloalben Kaddu gor (2001), Un autre monde est possible (2005) und Sunugaal (2006) sowie dem neuesten Projekt Président d´Afrique (2010) reflektiert er über Panafrikanismus, plädiert für mehr Menschlichkeit in der internationalen Politik und erinnert an die prägenden Persönlichkeiten der Unabhängigkeiten Afrikas.

Der Standpunkt des Löwen
R Didier Awadi
D Abdou Diouf, Amadou Moctar Mbow, Cheikh Hamidou Kane, Aminata Traoré, Téophile Obenga, Amady Aly Dieng, Taoufik Ben Abdalah, Tiken Jah Fakoly, Moussa Dembélé, u.v.a.
SN 2011
OmU

Saalbau Titusforum (Nordweststadt)
Walter-Möller-Str. 2
Frankfurt am Main, statt.
Beginn ist um 17.00 Uhr.

afropapa

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